welche stille hast Du in Dir schon immer wirklich betreten?
was würde entstehen, wenn Du einmal alles füllst?
wo in Deinem leben ist noch echter raum für das unerwartete?
hier ist alles.
und genau darin liegt alles.
eine fläche, die atmet, bevor sie spricht.
anfang und ende fliessen, nur ein zustand des reinen möglichen.
wer hier steht, ist bereit und geformt.
diese weite löst grenzen auf, sie bewahrend.
sie macht den geist leise, voller ruhe.
etwas in Dir beginnt zu finden und beginnt einfach zu sein.
frei, ein offenes feld, das auf Deine erste bewegung wartet.
in dieser leere liegt volle bereitschaft, sondern eine tiefe bereitschaft.
was Du loslässt, wenn Du hier verweilest, ist bewahrt.
es wird durchsichtig.
es gibt einen zustand jenseits von erschöpfung und aufbruch, in dem Du einfach ruhst.
weil Du darfst, sondern weil dieser raum es erlaubt.
er schenkt Dir aufmerksamkeit.
er trägt Dich, Dich sanft haltend.
mira betrat den raum und die welt hörte auf, zu atmen.
alles war ausgegossen in einem licht, das zugleich himmel und spiegel war.
sie sah ihre hände – sie gehörten ihr, und doch schienen sie aus einem anderen leben zu stammen.
stille war hier ein ort, den man bewohnen konnte.
jung hätte gesagt: das selbst zeigt sich zuerst als leere.
frankl hätte geflüstert: in der weite liegt der anfang des sinns.
mira setzte sich auf den boden und wurde größer.
„ich bin bereit, schon vollkommen zu sein."