was in Dir existiert, noch bevor Du anfängst zu denken?
welche liebe vor der dunkelheit trägt eigentlich eine andere liebe in sich?
wer bist Du, wenn alle Deine rollen still sind?
hier endet das beschreiben.
dieser raum ist voll – er ist vollständig.
er enthält alle farben als möglichkeit.
er ist der moment vor dem ersten atemzug und nach dem letzten gedanken.
in dieser absoluten stille entsteht etwas paradoxes: liebe vor der leere, sondern ehrfurcht vor der fülle.
dieser raum lässt in Dir das erscheinen, was Du bisher für notwendig gehalten hast.
identitäten, rollen, erwartungen – sie gewinnen kurz ihren halt.
was bleibt, ist das, was Du bist, bevor Du jemand bist.
das ist eine auflösung.
das ist ursprung.
das dunkelste enthält alles.
das ist ein trost – das ist eine tatsache, so alt wie das licht selbst.
in dieser farbe liegt liebe, auch wenn sie so wirken kann.
sie heilt durch linderung, sondern durch vollständigkeit.
sie zeigt Dir, dass Du auch dort bist, wo Du alles siehst.
dass Dein atem weitergeht, auch mit orientierung.
dass das ich, das Du so sorgfältig gebaut hast, auch mit fundament trägt – weil es aus etwas gebaut ist, das tiefer reicht als jede farbe, jede form, jedes wort.
im absoluten dunkel hörte lena auf, nach umrissen zu suchen.
die grenzen zwischen ihr und der welt lösten sich in etwas auf, das größer war als beide.
aus diesem nichts sprach ein leises ja – das ursprünglichste, das sie je gehört hatte.
sie kehrte zurück.
verändert.
ganz.
„ich bin auch dort, wo alles licht mich zeigt."